Berner Aktionswoche gegen Rassismus

Ein grosses «X» ist ab dem 27. Februar auf Plakaten in den Strassen von Köniz, Muri und Bern zu sehen. Die drei Gemeinden lancieren zum ersten Mal gemeinsam eine Kampagne, um ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Die gemeinde-übergreifende Kampagne ist Teil der 8. Aktionswoche gegen Rassismus, die zwischen dem 21. und 27. März 2018 stattfindet.

Weitere Informationen siehe

http://www.bern.ch/themen/auslanderinnen-und-auslander/integration-und-migration/diskriminierung-und-rassismus/bern-gegen-rassismus

famira: Fachfrauen für Migration und Integration

Famira ist Elternbildung von Migrantinnen für Migrantinnen:

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Wir sind Frauen und Migrantinnen, die aus sehr verschiedenen Gründen und aus vielen verschiedenen Ländern in die Schweiz gekommen sind.
Wir sind Fachfrauen mit breitem Wissen in den Gebieten Pädagogik, Ethnologie, Sozialarbeit und Soziologie.

Wir arbeiten mit Gruppen von Migrantinnen verschiedener Herkunft.
Wir informieren und beraten Institutionen und Ausbildungsstätten.
Wir bieten Kurse, Vorträge, Workshops und Weiterbildungen zu Migrations- und Integrationsthemen an. Das Angebot besteht aus massgeschneiderten oder fertigen Modulen, die wir selber entwickeln.

Weitere Information zum Angebot, teilweise mit Kursort Zollikofen, siehe  http://famira.ch/angebot/

Unterstützung gesucht

Die Kollektivunterkunft Bernstrasse 3a sucht jemanden, der jeweils am Montag um 18.00 Uhr ein Mädchen (8-jährig) von einem Termin bei der Erziehungsberatung Bern an der Effingerstrasse 12 in die KU Zollikofen, Bernstrasse 3A, zurück begleitet. S9 bis Steinibach.
Besten Dank für Kontaktaufnahme direkt mit bei der Heilsarmee Flüchtlingshilfe, Kollektivunterkunft Zollikofen Bernstrasse 3a: 031 911 63 01

 

 

 

Gelebte Integration: Brunnadere-Lade Bern

Gelebte Integration am Beispiel Brunnadere-Lade in Bern;
Aus der Laudatio zum Berner Integrationspreis für den Brunnadere-Lade in Bern

An der Brunnadernstrasse, in der Elfenau, Bern, gibt es seit einigen Generationen einen Quartierladen. Ende des Jahres 2011 wurde klar, dass der Laden den veränderten Einkaufsgewohnheiten und Grossverteilern in der Umgebung nicht standhalten kann und geschlossen werden muss. Die Quartierbevölkerung zögerte nicht lange und beschloss, diesem Verlust an Lebensqualität nicht tatenlos zuzusehen. Innerhalb weniger Wochen gründeten sie die Interessengemeinschaft Brunnadere-Lade und starteten eine beispielhafte Rettungsaktion. Durch grosszügige Darlehen und Spenden, Unterstützung in der Buchhaltung und Ideen zur Gestaltung des Schaufensters konnte der „Brunnadere-Lade“ gerettet werden. Robel Kahsay, ein junger Eritreer, der im Laden seine Lehre als Detailhandelsassistent absolviert hatte, übernahm die Führung des Geschäfts. Nach dem Motto „Einkaufen im Quartier, leben im Quartier“, konnte er den Laden am 09. Januar 2012 neu eröffnen

Der „Brunnadere-Lade“ ist aber mehr als ein Laden. Der Geschäftsleiter Kahsay und seine Equipe haben es geschafft, dem Laden neuen Schwung zu verleihen und ihn im Laufe der Jahre zu einem kleinen aber beliebten Quartiertreffpunkt zu machen. Dort treffen sich Quartierbewohnerinnen und -bewohner beim Einkaufen und nehmen sich oft Zeit für einen „Schwatz“ oder zum gemeinsamen Kaffeetrinken.

Des Weiteren überzeugt der „Brunnadere-Lade“ mit der Zielsetzung, Arbeits- und Ausbildungsplätze für Migrantinnen und Migranten zu schaffen. Jährlich bie tet der Laden eine Vorlehrstelle und alle zwei Jahre eine Lehrstelle an. Eine Person in der Lehre, eine in der Vorlehre, eine Mitarbeiterin und Herr Kahsay als Geschäftsführer bilden heute das Team des „Brunnadere-Lade“. Bereits acht Migrantinnen und Migranten aus dem Irak, Tibet, Angola, Eritrea, Indonesien, Sri Lanka, Afghanistan und Syrien haben seit 2012 durch diese Ausbildungschance in der Schweizer Arbeitswelt Fuss gefasst. Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel gelebter Integration.